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Einleitung

Jeden Tag sprechen wir, lachen, essen, trinken und schlucken – meist ganz selbstverständlich.

Doch hinter diesen alltäglichen Vorgängen arbeitet ein faszinierendes Zusammenspiel aus Zähnen, Kiefer, Muskeln, Gelenken, Nerven und Schleimhäuten.

Der Mund ist weit mehr als nur der Ort, an dem Nahrung zerkleinert wird. Er beeinflusst unsere Gesundheit, unser Aussehen, unsere Sprache, unsere Atmung und unser Wohlbefinden.
Auf dieser Seite erhält Du einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Themen rund um Zahn und Kiefer.

Von hier aus gelangst Du später Schritt für Schritt zu den einzelnen Wissensbereichen.
 

Das Wichtigste auf einen Blick

✓ Der Mensch besitzt normalerweise 20 Milchzähne und später bis zu 32 bleibende Zähne.

✓ Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch tragen wesentlich zur allgemeinen Gesundheit bei.

✓ Karies und Parodontitis gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen!

✓ Der Kiefer ermöglicht Kauen, Sprechen, Schlucken und Mimik.

✓ Die Mundhöhle beherbergt Milliarden nützlicher Mikroorganismen.

✓ Frühes Erkennen schützt besser als spätes Behandeln.

✓ Gute Mundgesundheit bedeutet Lebensqualität – ein Leben lang.

 

Die wichtigsten Wissensbausteine

1. Die Zähne – kleine Hochleistungswerkzeuge

Jeder Zahn erfüllt eine besondere Aufgabe.
Schneidezähne schneiden die Nahrung, Eckzähne halten sie fest und Backenzähne zerkleinern sie. Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers – dennoch kann auch er geschädigt werden.

➡ Weiterlesen:
Aufbau eines Zahnes

 

2. Der Kiefer – Fundament des Gebisses

Ober- und Unterkiefer tragen die Zähne und bilden gemeinsam mit Muskeln und Gelenken die Grundlage für Kauen, Sprechen und Schlucken.
Schon kleine Veränderungen wie z. B. Zahnfehlstellungen, zu hohe Füllungen, künstliche Zahnkronen oder abgebrochene Zähne, können Auswirkungen auf den gesamten Kauapparat haben.

➡ Weiterlesen:
Anatomie von Ober- und Unterkiefer

 

3. Das Kiefergelenk

Das Kiefergelenk gehört zu den am häufigsten bewegten Gelenken unseres Körpers.
Es arbeitet bei jedem Bissen und jedem Wort.
Beschwerden können sich unter anderem als Schmerzen, Knacken und eine eingeschränkte Mundöffnung bemerkbar machen.

➡ Weiterlesen:
Das Kiefergelenk verstehen

 

4. Das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat

Gesunde Zähne brauchen einen gesunden Halt.
Zahnfleisch, Knochen und feine Fasern verankern die Zähne sicher im Kiefer.
Entzündungen bleiben oft lange unbemerkt und gehören zu den häufigsten Ursachen für Zahnverlust.

➡ Weiterlesen:
Gesundes Zahnfleisch – gesunder Zahnhalteapparat

 

5. Die Mundschleimhaut

Die Mundschleimhaut schützt den Körper vor äußeren Einflüssen und erneuert sich erstaunlich schnell.
Veränderungen können harmlos sein, manchmal aber auch wichtige Hinweise auf Erkrankungen geben.

➡ Weiterlesen:
Aufbau der Mundschleimhaut und Veränderungen erkennen.

 

6. Die Mundflora – das Mikrobiom

Milliarden Bakterien leben natürlicherweise im Mund. Viele davon schützen uns sogar.
Erst wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, können Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch entstehen.

➡ Weiterlesen:
Das Mikrobiom im Mund

 

7. Nerven und Sinnesorgane

Zähne sind lebendig. Sie können Kälte, Wärme, Druck und Schmerzen wahrnehmen.
Die enge Verbindung zwischen Mund, Gehirn und Nervensystem erklärt, warum Zahnerkrankungen manchmal auch andere Beschwerden beeinflussen können.

➡ Weiterlesen:
Wie Zähne fühlen


 

8. Erkrankungen früh erkennen

Viele Zahn- und Zahnfleischerkrankungen beginnen nahezu schmerzfrei.
Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen frühzeitig zu entdecken und meist schonend zu behandeln.

➡ Weiterlesen:
Früherkennung in der Zahnmedizin

 

9. Zahnverlust und seine Folgen

Fehlende Zähne betreffen nicht nur das Aussehen. Auch Kauen, Sprache und die Belastung der übrigen Zähne verändern sich.
Es gibt heutzutage zahlreiche Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Kaufunktion.

➡ Weiterlesen:
Was passiert nach einem Zahnverlust?

 

10. Gesunde Zähne ein Leben lang

Mundgesundheit ist kein Zufall. Eine gesunde, zuckerarme Ernährung, gute Mundhygiene, regelmäßige Zahnkontrollen und ein gesunder Lebensstil tragen hauptsächlich dazu bei, die eigenen Zähne lange zu erhalten.

➡ Weiterlesen:
Gesunde Zähne bis ins hohe Alter


 

Gesamtüberblick

Die Bereiche Zahn und Kiefer bilden ein fein abgestimmtes System. Zähne, Knochen, Zahnfleisch, Muskeln, Gelenke, Speichel und das Mikrobiom arbeiten ständig zusammen.

Gerät ein Teil dieses Systems aus dem Gleichgewicht, können sich auch andere Bereiche verändern. Deshalb betrachtet die ganzheitliche Zahnmedizin nicht nur den einzelnen Zahn, sondern den gesamten Mundraum und seine Verbindung zum übrigen Körper.

Viele Erkrankungen lassen sich heute früh erkennen und erfolgreich behandeln.
Noch besser ist es jedoch, sie möglichst zu verhindern.
Gute Mundgesundheit beginnt mit Wissen über den Zustand der eigenen Zähne und deren Pflege und mit kleinen Routinen im Alltag.


 

Aktuelle Themen


Gesunde Mundflora – mehr als nur Bakterien

Die Forschung zeigt zunehmend, wie wichtig ein ausgewogenes Mikrobiom für Mund und Allgemeingesundheit ist.
 

Minimalinvasive Zahnmedizin

Heute versucht man, möglichst viel gesunde Zahnsubstanz zu erhalten und Eingriffe so schonend wie möglich durchzuführen.
 

Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin

KI unterstützt zunehmend bei Diagnostik, Bildauswertung und Behandlungsplanung. Die Entscheidung bleibt jedoch beim behandelnden Zahnarzt.
 

Regeneration statt Reparatur

Neue Materialien und biologische Verfahren könnten künftig helfen, Zahnhartsubstanz besser zu regenerieren und natürliche Strukturen länger zu erhalten



 

Drei Fragen zum Mitnehmen

Was sollte ich über Zahn und Kiefer unbedingt wissen?

Der Mund ist ein komplexes Organsystem, das weit mehr leistet als Kauen.
Seine Gesundheit beeinflusst viele Bereiche des täglichen Lebens und steht in enger Beziehung zur allgemeinen Gesundheit.

Was kann ich selbst für meine Mundgesundheit tun?

Durch gute Mundhygiene, eine zahngesunde Ernährung, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und einen bewussten Lebensstil kannst Du viel zum Erhalt der natürlichen Zähne beitragen.

Welches Thema interessiert mich als Nächstes?

Wähle einfach einen der Wissensbausteine aus – jeder führt Dich Schritt für Schritt tiefer in die faszinierende Welt von Zahn und Kiefer.

Zähne 

Schönheit mit Biß und Kraftpunkte des Lebens

Zähne, mit ihnen nehmen wir Kontakt auf, mit ihnen sprechen und lächeln wir. Und: sie sind energetische Kraftpunkte unsers Seins. 

Ein Zahn an sich besteht vereinfacht aus:
Zahnschmelz (außen), Zahnbein/Dentin (innen und Wurzel), "Zahnnerv" (Pulpa, Zahnnerv, Gefäße und mehr), welcher sich innen im Zahn befindet.
Er ist durch ein Gewebe, das Desmodont, mit dem Kieferknochen verbunden. Desmodont, Kieferknochen und Zahnfach (der Raum im Kiefer, in dem der Zahn steckt) zusammen heißen: Parodont.
Es gibt vier Haupttypen von Zähnen: Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren Molaren. Sie haben jeweils spezifische Aufgaben.
Der Zahnhaltepparat (das Parodont), bestehend aus Zahnfleisch, Wurzelhaut und Kieferknochen. Es sorgt dafür, dass Zähne fest verankert sind.
Eine gesunde Mundfunktion ist entscheidend für die allgemeine Gesundheit, weil sie die Nahrungsaufnahme und die Kommunikation beeinflußt.


 

Wissen für Zähne
1. Was sind Zähne?

Zähne sind hochspezialisierte, lebende Organe des Kausystems.
Ein Erwachsener besitzt normalerweise bis zu 32 bleibende Zähne.
Kinder bekommen normalerweise bis zu 20 Milchzähne.
Jeder Zahn besteht aus der harten Zahnkrone, der im Kiefer verankerten Zahnwurzel sowie dem Zahnnerv und den Blutgefäßen im Inneren.
Die äußere Schicht, der Zahnschmelz, ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers.

2. Welche Aufgaben haben Zähne?

Zähne zerkleinern die Nahrung und bereiten sie für die Verdauung vor.
Sie unterstützen das deutliche Sprechen und prägen das Aussehen von Gesicht und Lächeln.
Gemeinsam mit Kiefer, Muskulatur und Kiefergelenken sorgen sie für einen stabilen Zusammenbiss und eine gleichmäßige Kraftverteilung beim Kauen.

3. Was kann den Zähnen passieren?

Zähne können durch Karies, Säureeinwirkung, Unfälle oder starke Belastungen geschädigt werden. Sie können durch Knirschen und/oder Pressen abgenutzt werden. Ebenso können Erkrankungen des Zahnhalteapparates zum Zahnverlust führen.
Schmerzen, Temperaturempfindlichkeit, Verfärbungen oder lockere Zähne sind mögliche Warnzeichen und sollten dringend zahnärztlich abgeklärt werden.

4. Was kann ich zum Schutz meiner Zähne tun?

Putze Deine Zähne zweimal täglich gründlich mit einer Zahnpasta und reinige auch die Zahnzwischenräume. Achte darauf, dein Parodont nicht zu schädigen durch zu starkes Schrubben oder Drücken mit der (elektrischen) Zahnbürste.
Ernähre Dich ausgewogen mit möglichst wenig zuckerhaltigen Lebensmitteln. Gehe regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zum Zahnarzt.
Wenn Du Kampfsport machst, hilft Dir eine dafür extra angefertigte Schiene, Deine Zähne vor Verletzungen zu schützen.
Du erhältst auch von der Zahnärztin eine Schutzschiene für die Zähne, wenn Du mit den Zähnen presst oder knirschst.  

5. Wann sollte ich in die Zahnarztpraxis gehen?

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Schmerzen, Schwellungen, Zahnfleischbluten, abgebrochene Zähne, plötzliche Lockerungen oder anhaltende Empfindlichkeiten sollten zeitnah untersucht werden. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto einfacher und zahnschonender können sie in der Regel behandelt werden.

Kiefer und Kiefergelenk – das Fundament für Kauen, Sprechen und Lachen

Der Mensch besitzt einen fest mit dem Schädel verbundenen Oberkiefer und einen beweglichen Unterkiefer. Beide tragen die Zähne und bilden zusammen mit den Kiefergelenken, der Kaumuskulatur und den Bändern das Kausystem.

Die beiden Kiefergelenke verbinden den Unterkiefer mit dem Schädel.
Sie gehören zu den am häufigsten bewegten Gelenken des Körpers und arbeiten bei jedem Bissen, jedem Wort und jedem Schluckvorgang.
Zwischen den Gelenkflächen liegt eine Knorpelscheibe (Diskus), die Bewegungen abfedert und für einen möglichst reibungsarmen Ablauf sorgt.

Nur wenn Zähne, Kiefer, Muskulatur und Gelenke harmonisch miteinander zusammenarbeiten, sind Kauen, Sprechen und Schlucken beschwerdefrei möglich.
Veränderungen der Zähne, Verletzungen, Gelenkerkrankungen und eine übermäßige Belastung können dieses Gleichgewicht stören.
Mögliche Folgen sind Gelenkgeräusche, Schmerzen, eine eingeschränkte Mundöffnung und Verspannungen im Gesichts-, Hals-, Kopf- und Nackenbereich.
Solche Beschwerden können verschiedene Ursachen haben und sollten bei anhaltenden oder starken Symptomen zahnärztlich oder ärztlich abgeklärt werden.

​

Wissen über den Kiefer
1. Was ist der Kiefer?

Der Kiefer besteht aus dem fest mit dem Schädel verbundenen Oberkiefer und dem beweglichen Unterkiefer. Beide tragen die Zähne. Der Unterkiefer ist über die beiden Kiefergelenke mit dem Schädel verbunden. Zum Kausystem gehören außerdem Muskeln, Bänder, Nerven und Blutgefäße.

2. Welche Aufgabe hat der Kiefer?

Der Kiefer ermöglicht das Abbeißen und Zerkleinern der Nahrung. Ober- und Unterkiefer geben den Zähnen Halt und leiten die beim kauen entstehenden Kräfte weiter. Er ist außerdem wichtig für das Sprechen, Schlucken, Atmen und für die Form des Gesichts. 

3. Was kann mit dem Kiefer passieren?

Fehlstellungen, Verletzungen, Entzündungen oder ein Rückgang des Kieferknochens können die Kieferfunktion beeinträchtigen. Beispielsweise nach Verlust eines Zahnes kann sich der Knochen an dieser Stelle langsam abbauen und als Folgeerscheinung kann nach Jahren Probleme mit den Kiefergelenken entstehen.

Menschen die stark mit den Zähnen knirschen, verkürzen dadurch die Länge ihrer Zähne, was wiederum Auswirkungen auf das Kiefergelenk haben kann. Ausserdem können starke Belastungen und Störungen des Zusammenbisses von Ober- und Unterkiefer Kiefergelenksprobleme auslösen.

4. Wie kann ich mich selbst vor Problemen mit dem Kiefer schützen?

Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen in der Zahnarztpraxis helfen, Dir Deine Zähne und Deine Kieferknochen gesund zu erhalten. Wenn Du fehlende Zähne hast, sollte dies im Zusammenhang mit dem Biss zahnärztlich beurteilt werden, was das für dein Kiefer bedeutet oder bedeuten kann.
Beim Pressen oder Knirschen können Entspannung, Bewegung und eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll sein, Folgeschäden für Dein Kiefer zu vermeiden.

5. Wann sollte ich zur Zahnärztin oder zum Arzt gehen?

Anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Taubheitsgefühle, Veränderungen des Bisses oder Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes sollten abgeklärt werden. Nach Verletzungen sowie bei plötzlich auftretenden starken Beschwerden ist eine zeitnahe Untersuchung erforderlich.



 

Wissen über das Kiefergelenk
1. Was ist das Kiefergelenk?

Das Kiefergelenk verbindet den beweglichen Unterkiefer mit dem Schädel.  Jeder Mensch besitzt zwei Kiefergelenke – eines rechts und eines links. Zwischen den Gelenkflächen liegt eine kleine Knorpelscheibe (Diskus), die Bewegungen abfedert und für ein möglichst reibungsarmes Gleiten sorgt. Zusammen mit Muskeln, Bändern und Nerven bildet das Kiefergelenk ein hochpräzises Bewegungssystem.

2. Welche Aufgabe hat das Kiefergelenk?

Das Kiefergelenk ermöglicht das Öffnen und Schließen des Mundes sowie Vor-, Rück- und Seitwärtsbewegungen des Unterkiefers.
Es arbeitet bei jedem Kauen, Sprechen, Schlucken, Gähnen und Lachen. Mit mehreren tausend Bewegungen pro Tag gehört es zu den am häufigsten beanspruchten Gelenken unseres Körpers.

3. Was kann mit dem Kiefergelenk passieren?

Gerät das Zusammenspiel von Gelenken, Knorpelscheiben, Muskulatur und Zähnen aus dem Gleichgewicht, können Beschwerden entstehen. Häufig handelt es sich dabei um ein Knacken oder Reiben im Gelenk. Schmerzen, eine eingeschränkte Mundöffnung und Verspannungen der Kaumuskulatur spielen dabei auch eine grosse Rolle.
Betroffene berichten zusätzlich über Kopf-, Gesichts-, Nacken- oder Ohrenbeschwerden.

Die Ursachen dabei sind zahlreich und vielfältig: von Überlastungen und Zähneknirschen bis hin zu Verletzungen z. B. durch Unfälle des Kiefergelenkes und weitere Gelenkerkrankungen z. B. degenerative Gelenkerkrankungen.

4. Wie kann ich mich selbst vor Problemen mit dem Kiefergelenk schützen?

Du kannst auf eine entspannte Kieferhaltung achten. Die Zähne sollten sich außerhalb des Kauens und Schluckens nicht berühren. Vermeide dauerhaftes Pressen. Kaugummikauen oder das Kauen harter Gegenstände kann zur einer Belastung der Kiefergelenkes führen. Entspannungsübungen, eine gute Körperhaltung und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen können helfen, Beschwerden frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.

5. Wann sollte ich zum Zahnarzt oder zur Ärztin gehen?

Wenn Du anhaltende Schmerzen, vor allem nach dem Aufwachen, eine eingeschränkte Mundöffnung, häufiges Kiefergelenksknacken mit oder ohne Beschwerden oder Veränderungen des Bisses bemerkst, lasse dies in Deiner Zahnazrtzpraxis untersuchen und abklären.
Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser lassen sich viele Funktionsstörungen behandeln und Folgeschäden vermeiden.

Mund und Zunge

Mund und Zunge – Zentrum für Gesundheit und Kommunikation

Der Mund ist weit mehr als der Eingang zum Verdauungstrakt.
Er ist direkter Bestandteil unser Verdauungssystems.
Gemeinsam mit der Zunge ermöglicht er das Essen, Schmecken, Sprechen, Schlucken und Atmen.
Gleichzeitig schützt die Mundhöhle den Körper vor Krankheitserregern und gibt oft früh Hinweise auf Veränderungen der allgemeinen Gesundheit.

Die Zunge ist ein vielseitiges Muskelorgan. Sie bewegt die Nahrung beim Kauen, unterstützt das Schlucken, ermöglicht das Schmecken und ist für eine deutliche Aussprache unverzichtbar.
Zusammen mit Speichel, Schleimhaut, Zähnen und Zahnfleisch bildet sie ein fein abgestimmtes System.

In diesem Themenbereich erfährst Du, wie Mund und Zunge aufgebaut sind, welche wichtigen Aufgaben sie erfüllen, welche Erkrankungen auftreten können und wie Du selbst zu einer gesunden Mundhöhle beitragen kannst.


Wissen über den Mund
1. Was ist der Mund?

Der Mund ist der Eingang zum Verdauungs- und Atemtrakt und weit mehr als die Summe seiner einzelnen Bestandteile. Zu ihm gehören Lippen, Wangen, Zunge, Gaumen, Zähne, Zahnfleisch, Speicheldrüsen und die Mundschleimhaut. Gemeinsam bilden sie die Mundhöhle – einen der vielseitigsten Bereiche unseres Körpers.

2. Welche Aufgaben hat der Mund?

Der Mund ermöglicht das Essen, Trinken, Schmecken, Sprechen und den Beginn der Verdauung. Er befeuchtet die Nahrung mit Speichel, unterstützt die Abwehr von Krankheitserregern und spielt eine wichtige Rolle bei der Atmung und Mimik.
Ein gesunder Mund trägt wesentlich zum Wohlbefinden, zur Kommunikation und zur Lebensqualität bei.

3. Was kann mit dem Mund passieren?

Erkrankungen des Mundes reichen oft von Karies und Zahnfleischentzündungen über Mundtrockenheit und Schleimhautveränderungen bis hin zu Mundgeruch und Pilzinfektionen. Schmerzen, Schwellungen, schlecht heilende Wunden oder auffällige Veränderungen der Mundschleimhaut sollten ernst genommen und untersucht werden!
Viele Erkrankungen lassen sich bei frühzeitiger Erkennung gut behandeln.

4. Was kann ich selbst für meine Mundgesundheit tun?

Eine sorgfältige Mundhygiene, regelmäßiges Zähneputzen und die Reinigung der Zahnzwischenräume ist ein ganz wichtiger Bestandteil zur Erhaltung der Mundgesundheit. Ernähre dich ausgewogen und zuckerarm und rauche nach Möglichkeit nicht. Trinke ausreichend Wasser für die Speichelbildung und trinke wenig Alkohol.
Besuche regelmäßig die Sprechstunde Deiner Zahnarztpraxis.

5. Wann sollte ich zur Zahnärztin oder zum Arzt gehen?

Wenn Du Schmerzen, Schwellungen, anhaltenden Mundgeruch, Blutungen oder Veränderungen der Mundschleimhaut, die länger als zwei Wochen bestehen, hast, gehe Dich untersuchen. Verhalte Dich genauso bei Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden oder wiederkehrende Entzündungen. Auch diese Symptome  sollten ärztlich oder zahnärztlich abgeklärt werden.
Eine frühzeitige Diagnose kann  häufig die Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessern.

Wissen über die Zunge
1. Was ist die Zunge?

Die Zunge ist ein kräftiges Muskelorgan und gehört zu den beweglichsten Strukturen des menschlichen Körpers. Sie besteht aus zahlreichen Muskeln, die von einer Schleimhaut bedeckt sind. Auf ihrer Oberfläche befinden sich Geschmacksknospen, mit denen wir süß, sauer, salzig, bitter und umami (herzhaft) wahrnehmen können. Die Zunge ist außerdem reich an Nerven und Blutgefäßen.

2. Welche Aufgaben hat die Zunge?

Die Zunge bewegt die Nahrung beim Kauen, formt sie zu einem schluckfähigen Bissen und leitet den Schluckvorgang ein.
Sie ist unverzichtbar für eine deutliche Aussprache vieler Laute und unterstützt den Geschmackssinn. Gleichzeitig hilft sie bei der Reinigung der Zähne und spielt eine wichtige Rolle für die normale Entwicklung von Kiefer und Gebiss.

3. Was kann mit der Zunge passieren?

Verletzungen, Entzündungen, Beläge, Geschmacksstörungen oder Veränderungen der Schleimhaut können die Funktion der Zunge beeinträchtigen. Auch eine eingeschränkte Beweglichkeit, beispielsweise durch ein verkürztes Zungenbändchen oder einer Verletzung kann Auswirkungen auf Stillen, Schlucken, Sprechen und auf die Entwicklung des Kiefers haben.
Schmerzen, Schwellungen oder länger bestehende Veränderungen sollten daher dringend untersucht werden.

4. Was kann ich für meine Zunge tun?

Achte gut auf Deine Mundhygiene und reinige die Zungenoberfläche vorsichtig mit den dafür vorgesehenen Zungenreinigern.
Eine ausgewogene Ernährung, ausreichendes Trinken, vor allem von klaren Wasser und der Verzicht auf Tabak, fördern die Gesundheit der Zunge.
Bei Auffälligkeiten der Zungenbeweglichkeit , des Sprechens, hartnäckigen Belegen, Mundgeruch und wiederkehrenden Beschwerden der Zunge aller Art, ist eine zahnärztliche oder ärztliche Beratung sinnvoll.

5. Wann sollte ich zum Zahnarzt oder zur Ärztin gehen?

Bitte lass anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Geschmacksstörungen, schlecht heilende Stellen oder Veränderungen der Zungenoberfläche, die länger als zwei Wochen bestehen, untersuchen. Auch eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit und Beschwerden beim Sprechen und Schlucken solltest Du abgeklärten lassen.
Eine frühzeitige Untersuchung ermöglicht häufig eine einfache und erfolgreiche Behandlung.

Das Parodont

Zahnhalteapparat – das Fundament gesunder Zähne

Damit Zähne ein Leben lang fest sitzen, brauchen sie einen gesunden Halt. Diese Aufgabe übernimmt das der Zahnhalteapparat, das Parodont.
Es verbindet die Zähne sicher mit dem Kieferknochen, verteilt die beim Kauen entstehenden Kräfte und schützt die Zahnwurzeln.

Erkrankungen des Zahnhalteapparates gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des Menschen. Sie beginnen oft unbemerkt und verursachen zunächst kaum Schmerzen. Unbehandelt können sie jedoch zum Abbau des Knochens rund um den Kiefer führen. Schließlich kann dies zum Verlust gesunder Zähne führen.

In diesem Themenbereich erfährst Du wie der Zahnhalteapparat aufgebaut ist, welche Aufgaben er erfüllt, wie Zahnfleischentzündungen und Parodontitis entstehen und was Du selbst für den langfristigen Erhalt Deiner Zähne und Deines Zahnhalteapparates tun kannst.

Parodont (Zahnhalteapparat)
1. Was ist das Parodont?

Das Parodont, auch Zahnhalteapparat genannt, ist das Gewebe, das die Zähne fest im Kiefer verankert. Es besteht aus dem Zahnfleisch, dem Kieferknochen, der Wurzelhaut (Desmodont) und dem Wurzelzement.
Diese Strukturen arbeiten eng zusammen und sorgen dafür, dass die Zähne den täglichen Kaubelastungen standhalten und dennoch leicht beweglich bleiben.

2. Welche Aufgaben hat das Parodont?

Das Parodont gibt den Zähnen sicheren Halt und verteilt die beim Kauen entstehenden Kräfte gleichmäßig auf den Kieferknochen. Gleichzeitig versorgt es den Zahn über feine Blutgefäße und Nerven, schützt vor eindringenden Bakterien und hilft dabei, Druck und Belastungen beim Kauen wahrzunehmen.
Ein gesundes Parodont ist daher Voraussetzung für den langfristigen Erhalt der eigenen Zähne.

3. Was kann mit dem Parodont passieren?

Bakterielle Zahnbeläge können zunächst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) verursachen. Bleibt diese unbehandelt, kann sich die Entzündung auf Teile oder sogar den gesamten Zahnhalteapparat ausbreiten und zu einer Parodontitis führen. Dabei werden Bindegewebe und Kieferknochen nach und nach abgebaut. Erste Anzeichen sind Zahnfleischbluten, Schwellungen, Mundgeruch und zurückgehendes Zahnfleisch. Schlussendlich werden einzelne Zähne locker.
Unbehandelt kann die Erkrankung zum Zahnverlust führen. Außerdem bestehen Zusammenhänge zwischen Parodontitis und verschiedenen Allgemeinerkrankungen, beispielsweise Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

4. Was kann ich selbst für mein Parodont tun?

Bitte putze Deine Zähne sorgfältig zweimal täglich und reinige besonders die Zahnzwischenräume. Regelmäßige professionelle Zahnreinigung und zahnärztliche Kontrollen helfen, Entzündungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung und eine gute Einstellung eines Diabetes, tragen ebenfalls deutlich zur Gesundheit des Zahnhalteapparates bei.

5. Wann sollte ich in die Zahnarztpraxis gehen?

Zahnfleischbluten ist nicht normal und sollte immer untersucht werden. Auch Mundgeruch, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, zurückgehendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse oder lockere Zähne sind wichtige Warnzeichen.
Je früher eine Erkrankung des Zahnhalteapparates erkannt wird, desto besser lässt diese sich behandeln und desto größer sind die Chancen, die eigenen Zähne dauerhaft zu erhalten.

Wohin möchtest Du als Nächstes?

Hinweis: Diese Themen sind noch zum Teil im Aufbau.
 

Vielleicht interessieren Du Dich besonders für:

  • Wie ist ein Zahn aufgebaut?

  • Warum entsteht Karies?

  • Was ist Parodontitis?

  • Warum blutet Zahnfleisch?

  • Wie funktioniert das Kiefergelenk?

  • Welche Aufgabe hat der Speichel?

  • Warum entstehen schmerzempfindliche Zähne?

  • Welche Bedeutung hat die Mundflora?

  • Was kann ich selbst für gesunde Zähne tun?

Quellen und weiterführende Informationen

Die Inhalte dieser Seite orientieren sich an den Empfehlungen wissenschaftlicher Fachgesellschaften und aktueller Patienteninformationen.
Zusätzlich kommen eigene Recherchen und Quellenangaben und die eigene Berufserfahrung zum Tragen.
Offizielle Quellen sind insbesondere:
 

  • Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)

  • Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO)

  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)

  • Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

  • World Dental Federation (FDI)

  • World Health Organization (WHO

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